La Gomera

Wenn man La Gomera aus der Ferne betrachtet, besteht sie aus einem Berg, umgeben vom Meer. Bei genauerer Betrachtung eröffnen sich dem Wanderer die einmalige Flora und Fauna, 50 tief eingeschnittene Barrancos (Schluchten), die sich vom Inselzentrum bis zum Meer ziehen, verschiedene Klimazonen mit ihrer Vegetation, die sich innerhalb einer Stunde von trockenen Sukkulenten bis zum mystisch feuchten Nebelwald verändern.

La Gomera gehört zu den Kanarischen Inseln. Das Archipel befindet sich ca. 350 Kilometer vor der afrikanischen Westküste und 1.400 Kilometer südlich vom spanischen Festland entfernt. Fast 1.484 m hoch bahnen sich ca. 50 wildzerfurchte, tiefeingeschnittene Barrancos (Schluchten) ihren Weg durch fruchtbare Täler mit unzähligen Palmenhainen (120.000 Palmen insgesamt) und Terrassenfeldern, in die malerische historische Dörfer eingebettet sind. Nichts ist hier gerade und glatt. Alles ist stark erodiert und zerfurcht. Die Farben des Gesteins wechseln von Braun über Rot zu Grau und Gelb. Überall zeugt die Landschaft von vulkanaktiven Zeiten. Dieser extreme Abwechselungsreichtum zusammen mit den Höhenstufungen lassen das Wandern immer zu einem besonderen Erlebnis werden. Der Küstenstreifen ist relativ trocken, fast wüstenhaft. Dort fühlen sich Kakteen, Agaven und Aloen am wohlsten. Je höher man kommt, desto kühler wird es und umso üppiger wird die Vegetation. La Gomeras immergrüner Lorbeerwald gleicht einem subtropischen Bergwald, der auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Mystischer verzauberter Nebelwald, satt grüne leuchtende Moose bedecken Gestein und Böden. Im Wind flatternde Bartflechten hängen wie Lametta von den Ästen. Aus dem dschungelartigen, oft in Nebel gehüllten Lorbeerwald ragen die imposant bizarren Roques, steilaufragende Felsformationen, in den Himmel empor.

Für jeden La Gomera Reisenden ein Muß: Das Valle Gran Rey mit seinem Hauch von Flowerpower, Trommel- und Musiksessions, multikulturellen Restaurants, Bars, Geschäften und den lebendigen Strandszenerien lädt zum Flanieren ein.

Im Gegensatz dazu lockt der einsame und wilde Norden mit ursprünglichen, ruhigen und beschaulichen Landstädtchen, gefüllt mit kanarischem Leben. Dazu gehören Valle Hermoso, Agulo und Hermigua. Kulinarische Spezialitäten, wie zum Beispiel der Palmhonig, der im Nordwesten von der kanarischen Dattelpalme abgezapft wird, Almogrotte (eine Mischung aus Ziegenkäse, Ölivenöl, Paprika, Tomate und Knoblauch), Mojo (pikante Gewürzsauce) und Gofio (geröstetes Getreidemehl).

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